Kleiner Exkurs: der Verlust der Unschuld im Sündenfall.
Eva und Adam waren vor dem Sündenfall nackt. Und danach wussten (und schämten) sie sich vor ihrer Nacktheit und wollten sich verstecken.
Kann es sein, eine der vielfältigen Aspekte des Sündenfalls und die Bedeutung der Nacktheit?
- Adam und Eva hatten anfangs nichts zu verstecken.
- Dann hatten sie gesündigt, und hatten einiges zu verstecken (da kommen die Blätter ins Spiel)
Sie hatten gesündigt, nicht nur ein Gebot Gottes verstoßen aber dazu darauffolgend sich noch vor Gott zu verstecken versucht. Als sie erwischt worden sind, haben sie die halbe Wahrheit gesagt als sie gefragt worden sind, und hauptsächlich die Schuld/Verantwortung nicht übernommen sondern Finger gezeigt.
Warum war diese Sünde so schlimm? Na, dann hatten sie halt von dieser Frucht gegessen. Was soll es?
- Sie konnten sich vorher vollkommen auf Gott verlassen um Gutes vom Bösen zu unterscheiden. Nun haben sie diese Last und Fähigkeit auf sich selbst aufgenommen. Mit dieser Erkenntnis sind sie quasi spirituell gestorben, weil damit die Spaltung zu Gott als Konsequenz folgte.
- Verlust der Unschuld
- Und weißt was mir dann noch einfiel? Die Schuld wurde immer den anderen zugewiesen. Keiner von den dreien, weder Adam noch Eva noch die Schlange haben aufrichtig Reue gezeigt oder sich bei Gott entschuldigt. Wie die gefallenen Engel.
Wenn du mich fragst lag der ultimative Fehler darin, sich vor Gott zu verbergen, die Eigenschuld nicht anzuerkennen und keine Reue zu zeigen. Die Reue ist nämlich das, was uns in der ganzen Bibel begleitet, vom Alten Testament bis zur Offenbarung.
387 Was die Sünde, im besonderen die Erbsünde, ist, sieht man nur im Licht der göttlichen Offenbarung. Diese schenkt uns eine Erkenntnis Gottes, ohne die man die Sünde nicht klar wahrnehmen kann und ohne die man versucht ist, Sünde lediglich als eine Wachstumsstörung, eine psychische Schwäche, einen Fehler oder als die notwendige Folge einer unrichtigen Gesellschaftsstruktur zu erklären. Nur in Kenntnis dessen, wozu Gott den Menschen bestimmt hat, erfaßt man, daß die Sünde ein Mißbrauch der Freiheit ist, die Gott seinen vernunftbegabten Geschöpfen gibt, damit sie ihn und einander lieben können. ( Katechismus der Katholischen Kirche 1997)






